Tekkis aufgepasst!

Robotik

Dienstagnachmittag gegen 15:40 Uhr:
Im großen Computerraum des Albert-Schweitzer-Gymnasiums beginnt es wie in einem Bienenstock zu brummen und zu wuseln. Es kommen immer mehr Schülerinnen und Schüler, meist aus der Unter- und Mittelstufe herein, man kennt sich, es wird gescherzt und gelacht. Die einen holen sich ihren Roboter aus dem Schrank, die anderen tragen Materialkästen aus dem Serverraum heraus. Die Computerbildschirme erwachen nach und nach, der Schulgong geht im regen Treiben unter, die Robotik-AG ist im vollen Gange…

So oder so ähnlich ereignet es sich am ASG einmal pro Woche. Um die 18 Schülerinnen und Schüler kreieren vorzugsweise in Zweierteams Fahrroboter, Greifarme, Sortiermaschinen, Lagersysteme, Segways usw.. Von der Idee über die Planung, den Bau sowie die Programmierung agieren die Schülerinnen und Schüler wie Mitglieder eines Ingenieurbüros. Zur Verwirklichung ihrer Projekte stehen die vielseitigen Lego-Mindstorms EV3-Education-Basis und Erweiterungskästen zur Verfügung. Unterschiedliche Motorentypen sowie eine Vielzahl an Sensoren, vom einfachen Drucksensor über die ausgeklügelten Farb-, Infrarot- und Ultraschallsensoren bis hin zum Gyrosensor ermöglichen ein autonomes Verhalten beispielsweise eines Fahrroboters beim Durchfahren eines Parcours.
Über die Klassen- und Jahrgangsgrenzen hinweg werden gerne hard- und softwaretechnische Tipps und Tricks ausgetauscht und diskutiert. So profitiert jeder von jedem und neue Ideen für An- und Umbauten, Lösungsansätze für neue Aufgaben oder Optimierungen bereits gelöster Probleme machen schnell die Runde.

Schrank

Material »sortiert«

Material »unsortiert«

Software

Zum Einstieg in die Programmierung wird die Lego-Software aus dem EV3-Classroom-Paket verwendet, mit welcher spielerisch die Methoden einer modernen Programmiersprache erlernt werden können, ohne dass auf eine bestimmte Syntax eingegangen werden muss.

Abschlusswettbewerb

Am Ende eines Schuljahres findet dann der krönende Abschluss in Form eines Wettbewerbes statt.

An einem Samstagvormittag treffen sich alle Robotik-AG-Teilnehmerinnen und –Teilnehmer in der Aula des Altbaus, um in die bis dahin geheimgehaltenen Aufgaben eingewiesen zu werden. Auf einem großen Tisch befinden sich jedes Jahr neue Aufbauten, die angelehnt an den FLL-Wettbewerb von Lego, eine Aufgabenwelt darstellen. Die selbstfahrenden Roboter der konkurrierenden Teams müssen in drei Minuten bestimmte Aktionen ausführen, die bei erfolgreicher Bewältigung Punkte einbringen.

Im Anschluss an die Bekanntgabe der Wettbewerbsregeln haben die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ungefähr fünf Stunden Zeit um ihren Robotern die Lösungen der Aufgaben beizubringen, was eine große Herausforderung darstellt, da diese möglichst präzise und gleichzeitig zeiteffizient agieren sollten. Die Arbeitsphase wird von den meisten Akteuren nur kurz für das Pizzaessen um die Mittagszeit herum unterbrochen.
Am Nachmittag beginnt dann die heiße Phase. Eltern, Geschwister und Freunde treffen ein und nehmen auf den großen Stufen der Aula Platz. Die Nervosität bei den Wettbewerbsteilnehmerinnen und –teilnehmern steigt sprunghaft an. In zwei kurz aufeinander folgenden Durchgängen starten dann die Wertungsläufe. Nach jedem Lauf werden die ergatterten Punkte addiert und auf einer Beamerleinwand für alle sichtbar gemacht.
Schlussendlich findet die Siegerehrung statt, bei der die Robotik-AGler unter Applaus geehrt werden und alle als Gewinner den Wettbewerbstag sowie die AG beenden.

Lehrer/-innen, die Robotik am Albert-Schweitzer-Gymnasium anbieten

Kollegium-blanko-maennlich
Herr Waldbaur