Am Donnerstag, 12. Februar 2026 begab sich die gesamte Klassenstufe 11 des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Laichingen auf eine eindrucksvolle Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Dachau bei München. Begleitet wurden die 67 Schüler*innen von den Religions- und Ethik-Lehrkräften Frau Ruff, Frau Rittchen, Frau Stefaniw und Herrn Siwek.
Die Abfahrt mit dem Bus erfolgte pünktlich um 7.30 Uhr in Laichingen, die Ankunft in Dachau sogar überpünktlich um 9.15 Uhr. Um 10 Uhr traf sich die Gruppe mit drei Mitarbeitenden der Gedenkstätte. Anschließend wurden die Schüler*innen und Lehrkräfte in drei Gruppen eingeteilt, um an fünfstündigen Workshops teilzunehmen. Das Konzentrationslager Dachau wurde 1933 als eines der ersten Konzentrationslager des NS-Regimes errichtet und diente als Modell für weitere Lager. Im Rahmen der Workshops erhielten die Jugendlichen einen umfassenden Einblick in die Lebensbedingungen der Opfer, die Organisationsstruktur des Lagers sowie in die unmenschlichen Verbrechen, die dort begangen wurden.
Jeder Workshop stand unter dem Schwerpunkt „Graphic Novels als Zugang zum Nationalsozialismus“ und sie erwiesen sich als sehr gelungen und interessant. Sie zeichneten sich durch eine abwechslungsreiche Verbindung von Rundgang und intensiver Seminararbeit aus. Während des Rundgangs über das gesamte Gelände – vom eindrucksvollen Eingangstor über den weitläufigen Appellplatz und die rekonstruierten Häftlingsbaracken bis hin zum Museum und dem Krematorium – wurden prägende Geschichte, unermessliches Leid und gesellschaftliche sowie individuelle Verantwortung unmittelbar erfahrbar. Im Museumsbereich setzten sich die Schüler*innen anhand von bewegenden Fotos und Videoaufnahmen, historischen Dokumenten und persönlichen Schicksalen intensiv mit den individuellen Lebensgeschichten der Inhaftierten auseinander. Die Ausstellung machte deutlich, wie systematisch Entrechtung, Verfolgung und Gewalt im nationalsozialistischen Staat organisiert waren.
Im Seminarraum arbeiteten die Gruppen sehr interaktiv und kreativ mit ausgewählten Graphic Novels. Diese besondere Herangehensweise eröffnete einen neuen, persönlichen Zugang zur Thematik. Den Abschluss bildete eine arbeitsteilige Gruppenarbeit, in der die Jugendlichen eigene Graphic-Novel-Seiten zu einem individuellen Schicksalsweg eines inhaftierten Opfers vor, in und nach Dachau gestalteten. Die Ergebnisse zeigten, wie intensiv und reflektiert sich die Schüler*innen mit den historischen Inhalten auseinandergesetzt hatten. Die Rückmeldungen zur Gestaltung des Workshops waren durchweg sehr positiv. Besonders hervorgehoben wurden die methodische Abwechslung, die kreative Arbeitsweise sowie die intensiven Eindrücke durch das unmittelbare Erleben des historischen Ortes und der dort begangenen Verbrechen.
Um 15.15 Uhr trat die gesamte Gruppe die Rückfahrt an und kam um 17.15 Uhr wieder in Laichingen an. Die Exkursion hat eindrucksvoll gezeigt, wie bedeutend außerschulische Lernorte für das historische Verständnis sind. Sie hat nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch nachhaltig zum Nachdenken und Reflektieren angeregt – über Menschlichkeit, Toleranz und die Verantwortung jeder einzelnen Person in unserer Gesellschaft.















